Klaus Berger

Jesus

Copyright: 2004 Pattloch Verlag GmbH & Co. KG, München
"Ich möchte modernen Menschen sagen, was sie von Jesus haben. Ich möchte Menschen antworten, die zu Recht fragen, ob Jesus noch irgendeine Bedeutung für sie hat." (Klaus Berger)

Ein Leben lang hat der weltbekannte Heidelberger Theologe Klaus Berger über "Jesus" geforscht. Nun legt er die reiche Summe seiner Erkenntnisse vor. Berger zeichnet ein Jesusbild, das voller Sprengstoff ist: Fremd, groß und provokant ragt der Mann aus Galiläa in unsere Zeit hinein. Dieses Buch wird Christen wie Skeptiker herausfordern, sich mit der Urgestalt des Christentums ganz neu zu befassen.

"Mit mir und der Bibel war es so: Als Theologiestudenten mussten wir eines Tages Exerzitien machen. Schweigen war angeordnet in einem Haus inmitten weitläufiger Laubwälder. Strahlende Herbstsonne. Die Vorträge waren so ärgerlich schlecht, dass ich wegblieb und mir über einen Zeitraum von zweieinhalb Tagen nur ein halbes Kapitel des Neuen Testaments vornahm, Galater 3. Über jeden Satz dachte ich stundenlang nach, bis das scheinbar Selbstverständliche und glatt Runtergehende rau wurde, rissig wurde, aufbrach - bis tausend Fragen entstanden. Ich versuchte, die schlichte Logik und die innere Dramatik des Textes zu begreifen und nachzuzeichnen. Ich stand mit dem Text auf und ging mit dem Text schlafen ... Das war der Schlüssel, und so habe ich es immer gehalten. Ich habe stets versucht, mich dem Text auszusetzen, mich von ihm lesen zu lassen ... Ich habe versucht, ihn nicht zu erdrücken durch mitgebrachte Regelsysteme, die ihm fremd sein müssen. Ich habe nach Kräften von ihm fern gehalten: alle philosophisch-hermeneutischen Filter, alle psychologischen Muster, alle soziologischen oder religionstheoretischen Hypothesen. Diese wohlfeilen Regelsysteme verraten nichts über den Text, aber alles über die Hilflosigkeit der Ausleger." (Klaus Berger)

Der Autor:

Prof. Dr. Klaus Berger (geb. 1940), Prof. für Neutestamentliche Theologie an der Evangelisch-Theologischen Fakultät in Heidelberg, gehört zu den profiliertesten Theologen Deutschlands. Seine spektakuläre Neuübersetzung des Neuen Testaments ("Das Neue Testament und frühchristliche Schriften") erregte großes Aufsehen. Der streitbare und wortmächtige Theologe gilt - Glücksfall für einen Wissenschaftler - als brillanter Autor, der in einer Fülle von Büchern und kontroversen Beiträgen (etwa in der FAZ) immer wieder die öffentliche Auseinandersetzung sucht. Seine wissenschaftlichen Bücher verschafften ihm hohes Renommee in der Fachwelt; seine populären Bücher ("Paulus", "Sind die Berichte des Neuen Testaments wahr?") erreichten hohe Auflagen und wurden in viele Sprachen übersetzt.

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