Adolf Schlatter

Die Christliche Ethik

5. Auflage 1986
Copyright: 1914 Calwer Verlag Stuttgart
Das Verständnis für die Eigenart der Theologie Adolf Schlatters und für die Fruchtbarkeit ihres Ansatzes ist einst manchen erst aufgegangen, als seine ETHIK erschien. Er selbst sagte von diesem Werk einmal: »Das Ziel meiner Ethik war, die Herrlichkeit der göttlichen Gnade daran sichtbar zu machen, daß sie uns mit freier Bewegung unserer Erkenntnis und Liebe an dem uns gegebenen Ort zu Werkzeugen Gottes macht.« Es ging ihm nicht um allgemeine Normen christlichen Handelns, die in ihrer abstrakten Blässe den Menschen in seinen wirklichen Entscheidungen sich selbst überlassen; er wollte zeigen, wie wir im Glauben an Gottes Handeln in Jesus Christus ein neues Wollen gewinnen, das zum Tun von Gottes Willen frei und verpflichtet ist. Adolf Schlatters Ethik ist aus dem Evangelium geschöpft und empfängt von da her ihre umfassende, überzeugende Kraft; zugleich hat sie in der Ausrichtung auf die Wirklichkeit des Lebens eine erstaunliche Weite und Lebensnähe; als Liebesethik durchbricht sie den Bann individualistischer Zielsetzungen, ebenso frei von ängstlicher Enge wie von kasuistischer Gesetzlichkeit. Von Grund auf geschichtlich orientiert und in manchem Einzelurteil geschichtlich gebunden, kann dieses Werk dazu helfen, vom Zentrum, vom Anschluß an Jesus her offen zu sein für neue Entscheidungen, wie eine neue Lage sie fordert. Hier ist der Christenheit eine Ethik gegeben, die auf den Grundton gestimmt ist: »Wir können Gott gehorchen - so wunderbar groß ist der uns geschenkte Anteil an Gott!«
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